ÖRHB Berichte vom Winter Jugendlehrgang 2008

Jugendwinterlehrgang am Stoderzinken Jänner 2008
Vom 12. - 13. Jänner 2008, fand am Pürcherhof in Mitterberg/Gröbming, der Winterjugendlehrgang der Österreichischen Rettungshundebrigade statt. Die Lawinenübungen wurden am Stoderzinken durchgeführt. 23 Jugendliche aus ganz Österreich, waren mit ihren Vierbeinern, mit vollem Eifer dabei. An vier Stationen lernten die Jugendlichen: die Schneearbeit; den Umgang mit dem Verschüttetensuchgerät; das Aufsuchen eines Verschütteten unter der Lawine; Spurgehen; sowie das Sondieren, ebenso Unterordnung und Gewandtheit. Da die Entfernungen teilweise recht groß waren, konnten auch alle gleich Erfahrung im Skidoo fahren machen. Sonntag Nachmittag ging es, nach einem besonders lehrreichen Wochenende, wieder nach Hause zurück. Der Präsident, Gruber Helmuth, bedankte sich bei seinem Team für die gelungene Veranstaltung
Ein herzliches Dankeschön gilt: der Stoderzinkener Liftgesellschaft, im besonderen Herrn Michael Kornberger für seine Unterstützung; der Familie Lemmerer vom Pürcherhof für die immer wieder herzliche Aufnahme; sowie dem Gasthof Steinerhof am Stoderzinken.

Winterjugendlehrgang 2008
Der diesjährige Jugendwinterlehrgang fand vom 12. - 13. Jänner statt, und die Anreise erfolgte von Freitag abend bis Samstag morgens.
Samstag morgens wurde noch gemeinsam gefrühstückt und anschließend machten wir uns auf den Weg, rauf auf den Stoderzinken.
Dort angekommen, wurden wir mit den Skidoo´ s zur ersten Station gebracht, von der wir uns in unsere Gruppen aufteilten und zu unserer ersten Station marschierten.
Es gab vier Stationen: die erste Station war das Suchen von Lawinenpipser´l, bei der zweiten Station wurde die Nasenarbeit A geübt, das Sondieren und Spurgehen wurde bei der dritten Station gelernt und bei der vierten Station wurde die Nasenarbeit B geübt.
Am Vormittag musste jede Gruppe zwei Stationen absolvieren, danach gab es Mittagessen auf einer Hütte.
Nach kurzer Mittagspause wurde gleich wieder munter weitergearbeitet und wir absolvierten noch einmal zwei Stationen.
Fix und fertig, machten wir uns bei Einbruch der Dunkelheit, auf den Weg nach Gröbming zum Pürcherhof, wo wir zu Abend aßen und schliefen.
Angekommen am Pürcherhof, versorgten wir zuerst die Hunde und dann uns selbst.
Nachdem auch wir uns fertig gemacht hatten, ging es runter in den Speisesaal, wo wir unser Abendessen zu uns nahmen.
Danach verabschiedeten wir uns in unsere Zimmer, um uns mit Freunden über den Tag auszutauschen und um etwas Spaß zu haben.
Da wir aber alle schon sehr müde waren, gingen die meisten schon um Mitternacht ins Bett, um ausgeschlafen in den nächsten Tag zu starten.
Aufgewacht und angezogen, ging es zum Frühstück und um halb Neun wieder rauf auf den Stoderzinken.
Wo wir eigentlich Skidoo fahren wollten! Da diese leider nicht funktionierten und von ein paar starken Männern wieder zum Laufen gebracht wurden mussten, übten wir in der Zwischenzeit die Unterordnung im Schnee, welche schwerer zu Gehen ist, als jene der Flächen- oder Trümmersuche. Auch das Detogieren, Spurgehen und die Nasenarbeit wurde nochmals intensiv geübt.
Bei der ersten Station wurden drei Lawinenpiepser im Tiefschnee versteckt, welche wir mit Lawinenpiepser suchten. Denn das Handhaben von diesen kleinen Lebensrettern ist sehr wichtig für einen späteren Einsatz!
Bei der Nasenarbeit wurden die Hunde in große vorbereitete Iglu´ s geschickt, wo sie Helfer, welche sich darin versteckt hatten, verbellen mussten.
Bei dieser Arbeit ist großes Vertrauen vom Hundeführer an seinen Hund gefragt, da man nicht hören kann, ob der Hund auch wirklich verbellt.
Auch das Sondieren ist ebenfalls so wichtig wie die Nasenarbeit oder das Suchen mit Lawinenpiepser. Hier wurden Puppen vergraben und wir suchten diese mit den Sonden, für welche man sehr viel Fingerspitzengefühl benötigt.
Und das Spurgehen ist dazu da, um die Kräfte des Hundes zu schonen und um ihn vor Verletzungen beim Ski - fahren zu schützen. Da der Hund beim Spurgehen hinter seinem Hundeführer in den Spuren der Skier nachläuft und sich so nicht allzu viel anstrengen muss.
Bedanken möchte ich mich bei dem Ausbildungsteam, bei den Begleitpersonen, dem Personal vom Pürcherhof und vom Stoderzinken, bei den Jugendlichen und bei allen Helfern und bei den Skidoo Fahrern, und vor allem beim Präsidenten und seinem Team, der wieder alles total super organisiert hatte und uns ein wunderschönes lehrreiches Wochenende ermöglicht hat!
Marlies Kobald
Jugendmitglied Staffel Murau
